Wildbienenwissen

Was sind eigentlich Wildbienen?

Wenn man das Wort Biene hört, dann denkt jeder an Honig. Die Biene ist das drittwichtigste Nutztier nach dem Schwein und Rind, welches seit Jahrtausenden Honig und Wachs produziert. Doch neben der Nutzbiene existieren in Deutschland über 500 weitere Bienenarten, sogenannte Wildbienen. Die bekanntesten Wildbienen sind Hummeln. Die Wildbienen sind sehr vielfältig und so gibt es neben den Wildbienen, die der klassischen Biene sehr ähnlich sehen, auch winzig kleine (2mm groß) oder relativ große (2cm groß), dicht und lang oder kurz und spärlich behaarte, bunte und ganz schwarze Arten. Es ist also teils schwierig, die Wildbiene als solche zu identifizieren.

 

 Was ist der Unterschied zwischen Honig- und Wildbienen?

Das Verhalten der beiden Bienentypen ist grundverschieden, obwohl sie sich zum verwechseln ähnlich sehen. Die Honigbiene, die wir hauptsächlich kennen, wird durch den Menschen rein gezüchtet. Sie lebt mit Tausenden anderen Bienen in Bienenstöcken und wird vor allem zur Gewinnung von Honig gehalten. Die Wildbiene, im Gegensatz, lebt meist als Einzelgänger und nistet sich in Pflanzenstängeln, Bodenlöchern und Holzritzen ein. Und der größte Unterschied zwischen ihnen ist, dass die Wildbiene extrem gefährdet ist. Schätzungen des Bundesamts für Naturschutz zufolge sind rund 50 % der über 560 Wildbienenarten gefährdet bzw. bereits ausgestorben.

 

Warum sind Bienen eigentlich so wichtig? 

Unsere Bienen sind unerlässlich, um z.B. die Bestäubung unserer geliebten Obst- und Gemüsesorten zu gewährleisten. Rund ein Drittel der Lebensmittel, die wir essen, wachsen nur, weil diese von Bienen und anderen Insekten bestäubt werden. Schätzungen gehen davon aus, dass wir der Biene 80 % der Bestäubungen zu verdanken haben. Außerdem beläuft sich die jährliche Wirtschaftsleistung von Wild- und Honigbienen, als auch anderen Bestäubern, auf über 153 Milliarden Euro weltweit.